Elektrohypersusceptivität (EHSu)

Eine zweite- und wahrscheinlich noch umfassendere Gruppe der Bevölkerung, für welche EMF möglicherweise ein besonderes Gesundheitsrisiko darstellt, sind jene, die gegenüber elektromagnetischer Strahlung besonders feinfühlig sind. Wir von Isar Energetics bezeichnen diese Personen als „electro-hyper-susceptiv“ oder kurz EHSu. Diese Personen sind einem grösserem Risiko ausgesetzt, sobald sie mit einem elektromagnetischem Feld in Berührung kommen.

EHS Leidtragende können als Untergruppe von EHSu angesehen werden. Sie erfahren jedoch Symptome, die Sie in direkten Zusammenhang mit Elektromagnetfeldern bringen können. EHSu ist dagegen nur eine demographische Gruppe von Menschen, die keine sofortigen Symptome merken. Falls Symptome vorhanden sind, können diese oft mit anderen Ursachen in Verbindung gebracht werden.

Die bestehende Erkrankung muss nicht unbedingt eine Krankheit als solche sein, sondern nur eine bestimmte Menge von Umständen oder persönlichen Gewohnheiten, die dazu führen, dass eine andere Krankheit oder physische Wirkung verschärft werden kann. Eine Analogie könnte ein einfaches Schachspiel sein. Jedes Stück hat vordefinierte Züge. Die Analyse des Spiels ist relativ einfach, da die Möglichkeiten zwar umfangreich sein können, die Möglichkeiten aber streng begrenzt sind. Auch im menschlichen Körper verstehen wir nicht alle Wechselwirkungen, weil es so viele gibt. Was wir essen, was wir auf unsere Haut lassen, die Luft die wir atmen, hormonelle Aktivität, unser eigener Stoffwechsel und unser Immunsystem etc...die sich alle gegenseitig beeinflussen und durch andere äußere Reize modifiziert werden können. Als ob Schachfiguren durch das Vorhandensein oder die Nähe von anderen Stücken oder sogar durch die Lichtverhältnisse oder das Wetter modifiziert werden sollen. In diesem Szenario wird es schwierig die möglichen Gefahren zu sehen.

Betrachten Sie die folgenden Fälle:

Fall 1: Schlafstörungen

Im Jahr 2007 identifizierte die WHO gestörte Schlafmuster, zum Beispiel bei Schichtarbeiten, als mögliche Ursache für Krebs.1 Wenn wir dann bedenken, dass einige Untersuchungen gezeigt haben, dass ein aktives Mobiltelefon welches neben dem Bett platziert ist auch den Qualitätsschlaf in ähnlicher Weise beeinträchtigen kann (Wahrscheinlich durch die Beeinflussung der Produktion von Melatonin, einem Hormon, das am natürlichen Abwehrmechanismus des Körpers beteiligt ist)ist es möglich, dass es langfristig ein erhöhtes Krebsrisiko geben wird. Es ist klar, dass Schichtarbeiter die nachts ihre Mobiltelefone neben ihrem Bett liegen lassen nicht unbedingt Krebs entwickeln werden. Sie haben nur eine erhöhte Wahrscheinlichkeit ihn zu entwickeln, auch wenn diese noch so klein ist. Wenn man die karzinogenen Effekte ignoriert , wird schlechter Schlaf sich durch Anwesenheit von Handys nicht verbessern. Die Patienten von Schlaflosigkeit oder die Eltern von kleinen Kindern werden den Schlaf noch weniger erholsam finden als sonst.

Fall 2: Hohe diätische Aluminiumaufnahme

Es hat sich gezeigt, dass es eine Verbindung zwischen Aluminium im Blut und Alzheimer gibt. Zudem haben mehrere Studien an Ratten2 herausgefunden, dass die Anwesenheit von HF Strahlung durch ein Mobiltelefon zu einer Schwächung der Gehirn-Blut Barriere führt. Eine jüngste Hypothese stellt einen Verknüpfung zwischen EMF, der Gehirn-Blut Barriere und der Ausscheidung von Aluminium im Gehirn3. Unsere Aluminiumaufnahme beziehen wir in unserem Lebensstil vor allem durch Trink-/Mineralwasser, Nahrungsmittelprodukte wie den Säureregler Soda Alaun (E521), Schokoladenkonsum, Fertiggerichte in Aluminiumschalen, aluminiumreiche Deodorantien und Antazida Präparate. Könnten diese Faktoren zusammen mit einer normal hohen Handynutzung ein höheres Risiko für Alzheimer im Alter sorgen? Aluminium ist nur ein Toxin in unserem täglichen Leben welches für eine Gehirn-Blut Barriere Schwächung sorgt.

Fall 3: Depressionen

Depression ist ein zunehmendes Problem welches für viele bereits als epidemische Ausmaße angenommen hat. 2016 wurde ein Artikel veröffentlicht der einen möglichen Zusammenhang zwischen EMF und neuropsychiatrischen Symptomen, einschliesslich Depression nahelegt4. Das „Mikrowellensyndrom“ wurde durch eine epidemiologische Studie bekannt, welche sich mit den Effekten der nichtthermischen Mikrowellenstrahlung wie von Mobil- oder DECT Telefonen beschäftigt. Eine Reihe von Symptomen wurde im Laufe der Zeit der Exposition gegenüber Mikrowellenstrahlung nachgewiesen. Dazu zählen Schlafstörungen, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Depression, Schwindel, Dysästhesie, Konzentrationsverlust, Übelkeit und Hautreizungen.

Man nimmt an5, dass das Immunsystem ein steuernder Faktor für diese psychiatrischen Krankheiten ist wie z.B. Depression, Schizophrenie, Hyperaktivität, Angst und manisch-depressive Störungen. Darüber hinaus wird eine Verbindung vermutet zwischen EMF und der Auswirkung dieser auf wichtige Hormone (cytokines) des Immunsystems.6 Wir müssen davon ausgehen, dass ein Immunsystem welches bereits durch EMF geschwächt wurde, eine erhöhte Empfänglichkeit zu Depression oder anderen neuropsychiatrischen Bedingungen hat.

Fall 4: Kinder

Ein Kind zu sein ist in keiner Weise ungewöhnlich. Aber von Geburt an ist die Entwicklung eines Kindes besonders anfällig für Krankheiten oder andere Umwelteinflüsse. Im Bezug auf Mobiltelefone ist der Kopf eines Kindes deutlich kleiner als der eines Erwachsenen und die Tiefe, in die die Strahlung des Handys eindringt ist daher proportional größer. Das derzeitige Sicherheitsniveaus wurden 19987 von der ICNIRP festgelegt. Es basiert auf Messungen, die für einen Erwachsenen mit einem Mobiltelefon gelten, das eigentlich etwa 2,5cm vom Kopf weg gehalten werden sollte, was jedoch in der Praxis selten zu sehen ist. In Anbetracht des aktiven Wachstums eines Kindes mit den ganzen hormonellen und neurologischen Entwicklungen können wir da mit Sicherheit sagen, dass es völlig ungefährlich für ein Kind ist ein Handy zu benutzen?

Die Elektro-Hyper-Susceptivität ist von Natur aus ein spekulatives Subjekt, da in Abwesenheit von umfassenden wissenschaftlichen Erkenntnissen nur vermutet werden kann welche Interaktionen wirklich von Bedeutung sind. Daraus resultiert das Vorsorge besser ist als Nachsorge.


And in English..........

Electro-Hyper-Susceptivity (EHSu)

A second and probably more extensive group within the population, for whom EMF is particularly relevant, is composed of people with a possible increased health risk through a pre-existing condition. We at Isar Energetics designate these people as “electro-hyper-susceptive” or EHSu, whereby some aspect of their being could put them at greater risk when combined with an electromagnetic field of some description.

EHS sufferers can be regarded as a subset of this wider group, but where EHS sufferers directly experience symptoms and are aware that they have a problem which some of them link with the presence of EMF in some form, EHSu is only a demographic group of people without immediate symptoms or perhaps with symptoms which are already associated with a pre-existing condition.

The pre-existing condition may not necessarily be an illness, as such, but only a specific set of circumstances or personal habit which may cause another illness or physical effect to be exacerbated. An analogy might be a simple game of chess. Every piece has pre-defined moves. The analysis of the game is relatively straightforward as the possibilities may be extensive but are strictly limited. However, in the human body we do not fully understand all the interactions because there can be so many; what we eat, what we put on our skins, the air we breath, hormonal activity, our own metabolism and immune system etc….…all of which can influence each other and be modified by other external stimuli, as if the movement of the chess pieces were to be modified by the presence or proximity of other pieces, or even the light conditions or weather, for example. In this scenario, it becomes difficult to see the potential dangers.

Consider the following cases:

Case 1: Disturbed sleep

In 2007 the WHO identified disturbed sleep patterns, for example among shift workers, as a possible cause of cancer1. If we then consider that some research has shown that an active mobile phone placed next to the bed can also degrade the quality sleep in a similar way, (probably by influencing the production of melatonin, a hormone involved in the body’s natural defence mechanism against cancer cells) it is possible that in the long term there would be an increased risk of developing cancer. Clearly, shift workers who leave their mobile phones on at night next to their beds will not necessarily develop cancer, merely there will be an increased probability, however small, of that being the case. Disregarding the possible carcinogenic effects, bad sleep will not improve in the presence of a mobile phone and sufferers of insomnia or parents whose nights are disturbed by young children are likely to find sleep even less refreshing than normal.

Case 2: High dietary aluminium intake

It has been shown that there is a probable link between aluminium in the blood and Altsheimer’s disease. Additionally, several scientific studies on rats2 have observed a weakening of the brain-blood-barrier in the presence of the RF radiation emitted by a mobile phone and more recently a hypothesis has been put forward detailing a possible mechanism linking EMF, the brain-blood barrier and the deposition of aluminium in the brain3. Common lifestyle factors which affect our aluminium intake include drinking/mineral water, food products including the acidity regulator soda alum (E521), chocolate consumption, convenience foods in aluminium trays, aluminium-rich deodorants and antacids preparations. Can these factors, together with an habitually high mobile phone usage, put us at greater risk of developing Altsheimer’s later in life? Aluminium is just one toxin present in our daily lives and a weakening of the brain-blood barrier makes us more susceptible to others too.

Case 3: Depression

Depression is a growing problem considered by many to be of epidemic proportions. In early 2016, a paper suggesting a possible link between EMF and neuropsychiatric symptoms, including depression, was published4. As an epidemiological study, it detailed prior research results associated with the effects of non-thermal microwave radiation, such as mobile or DECT telephones, commonly known as “microwave syndrome”. A range of symptoms have been shown over the years to be associated with exposure to these levels of microwave radiation, including sleep disturbance/insomnia, headache, fatigue, depression, dizziness, dysesthesia, loss of concentration, nausea and skin irritations (all of which are symptoms commonly reported by EHS suffers).

The immune system is believed by some scientists5 to be a controlling factor for a broad range of psychiatric illnesses including depression, schizophrenia, hyperactivity, anxiety and manic-depressive disorder. Additionally, some research6 has suggested a link between EMF and effects on key hormones (cytokines) of the immune system. We must entertain the possibility that, where an already weakened immune system is further affected by EMF it could lead to an increased tendency to depression or other neuropsychiatric conditions?

Case 4: Children

Being a child is in no way unusual nor is it an illness but from birth a child’s development is particularly susceptible to disease or other environmental influence, with positive and negative results. Regarding mobile phones, a child’s head is noticeably smaller than that of an adult and the depth to which mobile phone radiation penetrates is, therefore, proportionally greater. The current safety levels specified by the ICNIRP in 19987 are based on measurements valid for an adult with a mobile phone typically held at approximately 2.5cm from the head, a distance rarely seen in normal circumstances. Considering the active growth of a child, its changing hormonal balance and developing immune and neurological systems, can we really say with confidence that it is completely safe for a child to use a mobile phone?

 

Electro-hyper-susceptivity is, by its nature, a speculative subject as in the absence of comprehensive scientific evidence we can only hypothesise what interactions may be of significance. And as a result, for the people falling into the category of EHSu the only practical defence is the adoption of the precautionary principle.


Isar Energetics - EMF Advice


References

1) WHO - IARC Monographs on the Evaluation of Carcinogenic Risks to Humans Volume 98 - 2010

2) Effects of GSM modulated radio-frequency electromagnetic radiation on permeability of blood-brain barrier in male & female rats. MED/BIO

By: Sirav B, Seyhan N

Published in: J Chem Neuroanat 2015;

Non-thermal GSM RF and ELF EMF effects upon rat BBB permeability

By:  Henrietta Nittby , Arne Brun, Susanne Strömblad,  Mehri Kaviani Moghadam, Wenjun Sun, Lars Malmgren, Jacob Eberhardt, Bertil R. Persson, Leif G. Salford

Published in: The Environmentalist June 2011, Volume 31, Issue 2, pp 140-148

Electromagnetic Pulse Alter Permeability of the Blood-brain Barrier in Rats. MED/BIO

By: Ding G, Wang X, Li K, Zhou Y, Qiu L, Guo G

Published in: PIERS Proceedings, Beijing, China (2009): 1106-1108

Increased blood-brain barrier permeability in mammalian brain 7 days after exposure to the radiation from a GSM-900 mobile phone.

By: Nittby H, Brun A, Eberhardt J, Malmgren L, Persson BR, Salford LG.

Published in: Pathophysiology 2009 Aug; 16(2-3):103-12. doi: 10.1016/

3) “Could there be a connection: RF-EMF and Alzheimer’s?

                By: Dariusz Leszczynski, June 16, 2016 “Between a Rock and a Hard Place” Science Blog

                Published in:  www.betweenrockandhardplace.wordpress.com/2016/06/16/could-there-be-a-connection-rf-emf-and-alzheimers/

4) Microwave frequency electromagnetic fields (EMFs) produce widespread neuropsychiatric effects including depression.

By: Pall, M.L.

Published in: J. Chem. Neuroanat. (2015), http://dx.doi.org/10.1016/j.jchemneu.2015.08.001

5) Cytokines and Depression: How your immune system causes depression

                By: Ronald S. Smith

                Kindle Edition (1997) ASIN: B004HO5WY4

6) Exposure of rats to extremely low-frequency electromagnetic fields (ELF-EMF) alters cytokines production. med./bio.

                By: Salehi I, Sani KG, Zamani A

                Published in: Electromagn Biol Med 2013; 32 (1): 1-8

7) ICNIRP Guidelines For Limiting Exposure To Time-Varying Electric, Magnetic And Electromagnetic Fields ( up to 300 GHz )

 

Published in : Health Physics 74 (4):494 522; 1998 Published in: Pathophysiology 2009 Aug; 16(2-3):103-12. doi: 10.1016/Published in : Health Physics 74 (4):494 522; 1998